Selbsthilfe als eine bedeutende Form modernen bürgerschaftlichen Engagements
zeichnet sich durch eine große Vielfalt an Themen und Organisationsformen
aus: Von Allergie bis Zwillingsinitiative, von Adipositas bis Zwangserkrankung
sind alle Problematiken und Lebenssituationen vertreten; Betroffene engagieren
sich, freiwillig und unentgeltlich, nach ihren Bedürfnissen in kleinen psycho-sozialen
Gesprächsselbsthilfegruppen, Vereinen und/oder in überregionalen Verbänden.
Über alle Unterschiede hinweg, ist die Basis der Arbeit die gleiche: Von
Betroffenen - für und mit Betroffenen, das ist das besondere an der Arbeit
von Selbsthilfezusammenschlüssen.
Selbsthilfe ist aus dem Gesundheitssystem und aus dem gesellschaftlichen
Leben nicht mehr wegzudenken. Selbsthilfegruppen unterstützen bei der Rehabilitation
von chronischen Erkrankungen, körperlicher oder psychischer Art, bei der
Vorbeugung von Rückfällen und bei der Bewältigung von schwierigen Lebenssituationen.
Als Interessensvertretung legen sie oft den Finger auf die Wunde, sie zeigen
Defizite im Gesundheitssystem und gesellschaftliche Benachteiligungen auf.
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