Gesetzliche Krankenkassen stellen für 2019 über 510.000 Euro Fördermittel für die gesundheitsbezogene Selbsthilfe zur Verfügung

Selbsthilfegruppen helfen Menschen, sich mit einer Krankheit auseinanderzusetzen
und zu lernen, mit ihr umzugehen. Menschen mit Behinderung, chronisch Kranke
und Menschen mit psychischen Problemen bekommen Rat und Hilfestellung auf
Augenhöhe. Daher fördern die Krankenkassen im Saarland die Arbeit dieser
wichtigen Einrichtungen. Ihr Ziel ist die Verbesserung der persönlichen
Lebensqualität und die Überwindung der mit vielen chronischen Krankheiten und
Behinderungen einhergehenden Isolation und gesellschaftlichen Ausgrenzung.
Die gesetzlichen Krankenkassen im Saarland stellen für das kommende Jahr über
510.000 Euro Fördermittel für die gesundheitsbezogene Selbsthilfe zur Verfügung.
Die Gemeinschaftsförderung beinhaltet Zuschüsse für Selbsthilfegruppen und –
Organisationen zur Informations- und Beratungstätigkeit. Darunter fallen
beispielsweise regelmäßig anfallende Kosten für Miete, Porto, Telefon, Internet,
Büroausstattung und Verbandszeitungen.
Deadline für die Antragstellung auf Förderung von Selbsthilfegruppen und
Selbsthilfeorganisationen ist der 31. Januar 2019.
Antragsformulare sind online unter www.selbsthilfe-saar.de verfügbar, oder bei der
KNAPPSCHAFT (Iris Neuhardt, Tel. 0681 40021314; iris.neuhardt@kbs.de) zu erhalten.

Zum 1.Januar 2019 hat der Gesetzgeber Änderungen in den Richtlinien zur
Förderfähigkeit von Angeboten der Selbsthilfe beschlossen. Daher bietet die
KNAPPSCHAFT als Federführer der GKV-Gemeinschaftsförderung in
Zusammenarbeit mit der Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe im Saarland
(KISS) im kommenden Jahr zwei Informationstage an. Am 17. und 31. Januar
zwischen 13 und 18 Uhr wird es in der Regionaldirektion der KNAPPSCHAFT (St.
Johanner Straße 46/48, 66111 Saarbrücken) Informationen zu den Änderungen und
Hilfestellung beim Ausfüllen der Förderanträge für das kommende Jahr geben. Eine
Vorherige Anmeldung ist nicht notwendig.
„Die Arbeit der Selbsthilfe ist für die Betroffenen enorm wichtig. Selbsthilfegruppen
arbeiten mit den Patienten auf Augenhöhe und Menschen, die sich dort austauschen,
wissen aus eigener Erfahrung, worüber sie sprechen. Wir freuen uns, diese Arbeit
finanziell unterstützen zu können und dadurch die Selbsthilfe insgesamt im Saarland
zu fördern“, sagt Armin Beck, Leiter der Regionaldirektion der KNAPPSCHAFT in
Saarbrücken.
Die gesetzlichen Krankenkassen haben sich zur „GKV-Gemeinschaftsförderung
Selbsthilfe Saarland“ zusammengeschlossen, um gemeinsam über die Anträge der
Gemeinschaftsförderung von Selbsthilfegruppen, -Organisationen und der
Kontaktstelle im Saarland zu entscheiden. Dazu gehören die AOK RheinlandPfalz/Saarland,
der BKK Landesverband Mitte, die IKK Südwest, die
KNAPPSCHAFT, die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau
(SVLFG) sowie der Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek). An der Beratung über die
Vergabe der Fördermittel werden ebenso Vertreter der Selbsthilfe beteiligt. Im
Saarland sind dies die Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe (KISS
Saarbrücken), die Landesvereinigung SELBSTHILFE e.V., die Saarländische
Landesfachstelle für Suchtfragen sowie der Paritätische Wohlfahrtsverband
Rheinland-Pfalz/ Saarland e. V.

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