KISS Talk! „Wege aus der Einsamkeit“

 In Zeiten von sozialer Isolation und Abstand halten nimmt das Phänomen „Einsamkeit“ zu- und das in alles Altersstufen.

Deshalb widmete sich die KISS- Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe im Saarland sich auch genau diesem Thema in dem vierten Interview des Projekts „KISS Talk!“ am 08.09.21.

Interviewpartnerin war Prof. Dr. Maike Luhman, Einsamkeitsforscherin und Professorin für Psychologische Methodenlehre an der Ruhr-Universität Bochum.

Vorab wurde allgemeines zum Thema besprochen: Was ist eigentlich Einsamkeit? Wie entsteht diese und wie viele Menschen sind derzeit betroffen?

Frau Dr. Luhmann erklärte, dass Einsamkeit ein subjektives Empfinden sei, ein Gefühl. Nur wer allein ist, ist nicht direkt einsam. Man muss sich einsam fühlen, um auch einsam zu sein! Durch die Corona Pandemie und die damit verbundenen sozialen und kulturellen Einschränkungen, rückte das Thema Einsamkeit noch mehr in den Fokus. Eine ihrer Untersuchungen zeigte, dass sich besonders Menschen zwischen 30 und 40 Jahren, sowie Menschen im Alter von 60 bis 70 Jahren einen hohen Zuwachs an „Einsamkeits-Gefühlen“ verzeichnen.

Abbildung 1 Grafik Prof. Dr. Luhmann, Präsentation 2021

Oft gefragt wurde auch, welche Möglichkeiten es gibt, um mit anderen in Kontakt zu treten? Hier verweist Frau Dr. Luhmann auf Vereine und andere Zusammenkünfte, wo sich Menschen mit gleichen Interessen treffen. In Zeiten von Corona bieten Webseiten eine Alternative dazu. Hier nannte sie eine Website namens www.nebenan.de

Aber auch andere Plattformen bieten Möglichkeiten zur Vernetzung und zur Möglichkeit, sich mit anderen Auszutauschen.

Einen weiteren Beitrag leitet die KISS mit der Onlineselbsthilfegruppe „Nicht allein“.

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