Workshop Schwermut, Melancholie, Depression – Zeitreise eines zerrütteten Gefühls am 26. März in Dillingen

Termin: Do 26. März, 10 bis 14.30 Uhr
Die Teilnahme ist kostenlos
Anmeldung bis Mo 23. März unter Tel. 0681 4031067 oder kontakt@depression-saarland.de

Ort: Oswald-von-Nell-Breuning-Haus, Friedrich-Ebert-Straße 14, 66763 Dillingen

Der Workshop beschäftigt sich mit der Geschichte und gesellschaftlichen Bedeutung der Diagnose Depression. Gerade heute macht sich in der modernen Gesellschaft, die flexibles, kreatives und beschleunigtes Handeln zu beruflichen Tugenden erhoben hat, eine ,Störung’ breit, die genau das Gegenteil von diesen Eigenschaften für sich in Anspruch nimmt. Ist die Depression eine kollektive Verweigerungshaltung? Vielleicht ein Hinweis auf die totale Überforderung zu schwacher Menschen? Oder eigentlich ,normales’ Verhalten, das nur im Fokus der überzogenen Anforderungen pathologisch erscheint?

Im Rückblick auf die historischen Wurzeln des Begriffs wird schnell deutlich, dass die moderne Depression mit ihren geschichtlichen Vorgängern kaum noch etwas gemein hat, sie knüpft nicht mehr an die eigensinnige Weltbetrachtung eines Melancholikers an. Wer heute als depressiv diagnostiziert wird, entspricht in bestimmten Punkten nicht den Sollwerten einer Skala, die von Experten ausgearbeitet wurde. Ist die Depression eine Erkrankung, eine Konstruktion oder eine Reaktion? Welche Wege führen aus der Depression? Mit all diesen Fragen und Phänomenen wollen wir uns gemeinsam mit den Teilnehmenden in der Tradition des Sokratischen Dialogs auseinandersetzen.

Referenten
Gerhard Alt, Philososph, Journalist, pädagogischer Mitarbeiter der KEB im Kreis Saarlouis e. V.

Frank Lessel, Diplom-Psychologe, Koordinator des Saarländischen Bündnisses gegen Depression und Mitarbeiter der Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe im Saarland

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