Antragsformulare Pauschalförderung für Selbsthilfegruppen/Landesorganisationen

Die Antragsformulare der Pauschalförderung für Selbsthilfegruppen und Landesorganisationen stehen zum Download bereit.  Der aktuelle Leitfaden zur Selbsthilfeförderung ist bei der KISS kostenlos erhältlich.

Information Förderverfahren 2019

Pressemitteilung zur Selbsthilfeförderung 2019

Antragsformulare für Selbsthilfegruppen und Landesorganisationen

 

Hier finden Sie die Antragsformulare für die Projektförderung

 

Portal für Medienpädagogik und Gewaltprävention

Portal für Medienpädagogik und Gewaltprävention: WISSEN-HILFT-SCHÜTZEN.DE

Berlin, 04.02.2019. Anlässlich des Safer Internet Day (SID) am 5. Februar 2019 startet der Unabhängige Beauftragte für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs, Johannes-Wilhelm Rörig, das neue Portal für Medienpädagogik und Gewaltprävention www.wissen-hilft-schützen.de.

Rörig: „Durch die Anonymität des Netzes ist es für Täter und Täterinnen leicht, mit Minderjährigen in Kontakt zu treten, die die Gefahren sexueller Gewalt durch das Internet oft nicht richtig einschätzen und erkennen können. Viele Fachkräfte, aber auch Eltern, wissen nicht, wie sie Kinder und Jugendliche im Netz begleiten können und wie sie damit umgehen sollen, wenn Mädchen und Jungen bereits mit verstörenden Seiten oder sexuellen Übergriffen im Netz konfrontiert wurden. Auf dem neuen Webportal WISSEN-HILFT-SCHÜTZEN.DE finden Fachkräfte, aber auch Eltern, von Präventionsexperten ausgewählte Materialien und Angebote, die ihnen den Umgang mit dem Thema sexualisierte Gewalt mittels digitaler Medien erleichtern, ihnen dabei helfen, Kinder und Jugendliche besser vor sexueller Gewalt im Netz zu schützen, und ihnen Hilfeangebote aufzeigen.“

Zum Hintergrund: Eine Befragung von Lehrkräften durch die Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia (FSM) von 2018 zeigt, dass sich nur 50 % der befragten Lehrkräfte und Fachpädagogen zutrauen, Kinder und Jugendliche im Umgang mit Online-Risiken zu unterstützen oder zu beraten. 77 % halten Sicherungen und Schutzmechanismen auf Geräten wie Smartphones oder Tablets für richtig. 83 % ordnen den Schutz von Kindern und Jugendlichen höher ein als den freien Zugang zu allen Online-Angeboten. In einer Eltern-Befragung der FSM von 2017 gaben drei Viertel der Befragten an, sich Sorgen um den Schutz ihrer Kinder im Internet zu machen. Nur ein Drittel von ihnen kennt Beschwerdestellen, an die sie sich bei Fragen wenden können. 90 Prozent der Eltern finden, dass der Schutz von Kindern und Jugendlichen wichtiger sei als ein leichter Zugang zu allen Online-Angeboten und würden einen erschwerten Zugang befürworten. Über 80 % der befragten Eltern wünschen sich, dass auch Behörden und Anbieter von sozialen Netzwerken Verantwortung beim Jugendschutz übernehmen. (s. auch https://www.fsm.de/de/jugendmedienschutzindex)

Auch die Ergebnisse einer repräsentativen Befragung von Eltern im Auftrag des UBSKM von 2017 zeigen, dass sich viele Eltern Sorgen machen, dass ihre Kinder durch die Nutzung von digitalen Medien besonderen Risiken ausgesetzt sind, zum Beispiel durch die unfreiwillige Konfrontation mit sexuellem Bildmaterial (63 %), durch Grooming (46,5 %) oder durch die unfreiwillige Verbreitung von Nacktbildern, sog. Sexting (44,5 %). Über 80 % der Befragten wünschten sich ebenfalls eine stärkere Kontrolle und/oder Eingriffe im Internet – etwa durch Meldemechanismen an die Anbieter.

„Wir dürfen Kinder, Jugendliche, Eltern und Fachkräfte beim Thema sexuelle Gewalt durch digitale Medien nicht länger alleine lassen“, so Rörig. Er fordert eine grundlegende Reform des Kinder- und Jugendmedienschutzes: „Sexuelle Gewalt gegen Kinder und Jugendliche hat sich durch die digitalen Medien fundamental verändert. Immer mehr Minderjährige erleiden sexuelle Übergriffe durch Cybergrooming, durch die Erpressung und Bloßstellung im Zusammenhang mit Sexting und durch die ungewollte Konfrontation mit Pornografie und Exhibitionismus. Bund und Länder müssen beim Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt endlich Farbe bekennen – auch und gerade gegenüber der IT-Wirtschaft. Es darf bei der Reform des Jugendmedienschutzes jetzt nicht noch mehr Zeit ungenutzt verstreichen. Kinderschutz ist keine Wohltat, Kinderschutz ist eine staatliche Pflichtaufgabe.“

Von den Internet-Unternehmen fordert Rörig ein deutlich stärkeres Engagement für den Schutz von Kindern und Jugendlichen im digitalen Raum: „Die IT-Wirtschaft sollte gesetzlich verpflichtet werden, maximalen Kinder- und Jugendschutz im Netz zu gewährleisten. Ich fordere von den Unternehmen, dass sie endlich ihre wichtigste Zielgruppe, die digital natives, bestmöglich vor sexueller Gewalt schützen. IT-Unternehmen können wirksame Zugangsbeschränkungen und Identifikationsverfahren schaffen, realistische Alterskennzeichnungen vornehmen, leicht sichtbare und niedrigschwellige Beschwerdemöglichkeiten für Kinder und Jugendliche einrichten und mit Fachpersonal besetzen sowie kinder- und jugendschutzgerechte Grundkonfigurationen in ihren Apps einführen. IT-Unternehmen müssen in die Verantwortung genommen werden, alles dafür zu tun, dass Kinder und Jugendliche die moderne Mediengesellschaft unbeschwert, sicher und selbstbestimmt nutzen können.“

Das Portal WISSEN-HILFT-SCHÜTZEN.DE richtet sich an pädagogische Fachkräfte, aber auch Eltern. Es bietet einen Überblick über Präventionsmaterialien zur Medienpädagogik und Gewaltprävention sowie zu Fortbildungs-­, Hilfe­ und Beratungsangeboten. Die Materialien sind jeweils in Kurzbeschreibungen erläutert und verweisen mit einem Klick auf die Herausgeber. Alle Informationsmaterialien des Portals wie Flyer, Videos oder Broschüren wurden von Präventionsexpertinnen und -­experten gesichtet und für das Portal nach Zielgruppen (zum Beispiel Kinder, Jugendliche oder Eltern) und Themen (zum Beispiel Sexting, Cybermobbing oder Täterstrategien) kategorisiert. www.wissen-hilft-schützen.de

Informationen zum Safer Internet Day (SID): Seit 2004 findet jährlich im Februar der internationale Safer Internet Day (SID) statt. Der Aktionstag steht für mehr Online-Sicherheit und ein besseres Internet für Kinder und Jugendliche. Weltweit wird der SID vom europäischen Insafe-Netzwerk im Rahmen des CEF Telecom Programms der Europäischen Kommission koordiniert. In Deutschland setzt klicksafe.de den Aktionstag um und ruft dazu auf, sich mit eigenen Aktionen am SID zu beteiligen. https://www.klicksafe.de/ueber-klicksafe/safer-internet-day/

 

Weitere Informationen und Hilfeangebote:

www.beauftragter-missbrauch.de

www.save­me­online.de und www.juuuport.de (für Kinder und Jugendliche)

www.hilfeportal-missbrauch.de (Datenbank mit Hilfe- und Beratungsangeboten vor Ort)

Hilfetelefon Sexueller Missbrauch: Tel. 0800 2255530 (kostenfrei und anonym)

Schulung „Gesund älter werden“ – für Multiplikator*innen in der Seniorenarbeit am 20. Februar in Saarbrücken

„Gesund älter werden“ ist eines der drei nationalen Gesundheitsziele in Deutschland. Im Zuge der demographischen Entwicklung, auch im Saarland ein wichtiges Anliegen für die Zukunft. Eine Voraussetzung dafür ist eine gute individuelle Gesundheitskompetenz des Einzelnen, auch des älteren Menschen. Um die Gesundheitskompetenz älterer Menschen auf breiter Ebene in den Kommunen, Quartieren und Stadtteilen nachhaltig zu fördern bieten KISS – Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe im Saarland, der Seniorenbeirat der Landeshauptstadt Saarbrücken in Kooperation mit dem Amt für Soziale Angelegenheiten eine besondere Schulung für Multiplikator*innen an. Sie richtet sich an Leiterinnen und Leiter von Seniorengruppen und Tätige im Besuchs- und Begleitdienst und Absolvent*innen der Basis- oder Mittagstisch-Schulung egal ob sie im Haupt – oder im Ehrenamt in diesem Bereich tätig sind.

Die Aufbauschulung „Im Alter IN FORM – Gesunde Ernährung, mehr Bewegung, aktive Teilnahme in Kommunen fördern“ findet am 20. Februar von 9:30 -16:30 Uhr im Rathaus St. Johann statt.

Sie wird von der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO) e.V. im Rahmen des nationalen Aktionsplans „IN FORM – Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung“ des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) und des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) durchgeführt. Die Teilnahme ist kostenlos. Die Schulung geht besonders auf Aspekte der ausgewogenen Ernährung bei Menschen mit Demenz und zur sachgerechten Mund- und Zahnpflege sowie zu den kritischen Wirkungen von Nahrungsergänzungsmitteln ein.

Weitere Informationen zur Ausschreibung und Anmeldung über KISS Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe im Saarland, Beate Ufer, Tel. 0681 9602130 oder per eMail: kontakt@selbsthilfe-saar.de

Aktionswoche Selbsthilfe 2019

Unter dem Motto Wir hilft findet vom 18. bis zum 26. Mai 2019 die erste bundesweite Aktionswoche Selbsthilfe statt.

  • Selbsthilfe ist heute vielfältig, bunt und für viele Menschen zur Bewältigung ihres Alltags unverzichtbar.
  • Selbsthilfe ist auch und gerade in Zeiten des Internets und sozialer Netzwerke bei gesundheitlichen Problemen und in anderen schwierigen Lebenssituationen eine attraktive, aktuelle Unterstützungsform.
  • Die Aktionswoche möchte erreichen, dass sich noch mehr betroffene Menschen für die Selbsthilfe interessieren und Selbsthilfegruppen und Selbsthilfeorganisationen neue Mitglieder gewinnen.

Der Paritätische Gesamtverband lädt gemeinsam mit seinen Landesverbänden und Mitgliedsorganisationen alle Gruppen, Organisationen und Kontaktstellen der Selbsthilfe innerhalb und außerhalb des Paritätischen ein, sich an der Aktionswoche zu beteiligen.

Die Aktionswoche Selbsthilfe ist eine Initiative des Paritätischen Gesamtverbandes und der Paritätischen Landesverbände.
An der Vorbereitung beteiligt sind das FORUM chronisch kranker und behinderter Menschen im Paritätischen, die NAKOS (Nationale Kontakt- und Informationsstelle zur Anregung und Unterstützung der Selbsthilfe) und das Haus der Krebs-Selbsthilfe – Bundesverband e. V.

www.wir-hilft.de

Veranstaltungskalender

Aktionsprogramm 2019 des Seniorenbeirates der Landeshauptstadt Saarbrücken

Der Seniorenbeirat wurde vom Stadtrat Saarbrücken als ehrenamtliches Gremium gewählt zur Unterstützung der Verwaltung und des Stadtrates sowie seiner Ausschüsse in allen seniorenspezifischen Fragen.
Er soll die Interessen und Belange der älteren Menschen in allen altersbe-deutsamen Bereichen wahrnehmen und Ideen und Vorschläge zur Verbes-serung der Lebensverhältnisse der Seniorinnen und Senioren in unserer Stadt entwickeln. Er bietet somit den älteren Bürgerinnen und Bürgern eine Plattform für gesellschaftliche Teilhabe.

Aktionsprogramm 2019

Aktueller Leitfaden zur Selbsthilfeförderung bei KISS kostenlos erhältlich

Die Grundsätze zur Förderung der Selbsthilfe wurden im August 2018 neu beschlossen. Sie beschreiben Inhalte und Verfahren der Selbsthilfeförderung auf den verschiedenen Förderebenen (Bundes- Landes- und Ortsebene) und tragen zu einer weitgehend einheitlichen Rechtsanwendung in der Förderpraxis bei.

Der Leitfaden zur Selbsthilfeförderung wird regelmäßig in Zusammenarbeit mit den Verbänden der Krankenkassen auf Bundesebene sowie mit Beteiligung der Vertretungen der für die Wahrnehmung der Interessen der Selbsthilfe maßgeblichen Spitzenorganisationen weiterentwickelt.

Der aktuelle Leitfaden steht hier zum Download bereit und ist als Broschüre bei der KISS kostenlos erhältlich. Bestellung unter 0681 9602130 oder per Mail kontakt@selbsthilfe-saar.de

Mobilität im ländlichen Raum

Die KISS will einen „Mitfahrerbankatlas“ erstellen
Als Alternative und/oder Ergänzung zum öffentlichen Personennahverkehr sind in den verschiedenen Landkreisen des Saarlandes in den letzten beiden Jahren Mitfahrerbänke entstanden.

Wie viele dieser Bänke es gibt und wo genau sie stehen, das recherchiert jetzt die KISS –Kontakt- und Informationsstelle im Saarland. Unter der URL www.treffpunkt-mitfahrerbank.de soll bis Ende des Jahres eine Landkarte entstehen, die alle Standorte von Mitfahrerbänken im Saarland verzeichnet und sie auf einen Blick sichtbar macht.

So kann die saarländische Bevölkerung gleich sehen, wie weit die einzelnen Standorte auseinander sind und mit welcher Bank man wohin gelangen kann. Der saarländische „Mitfahrerbankatlas“ ist gleichzeitig gekoppelt mit einer Online-Mitfahrzentrale, die dazu dient, sich gezielt für Fahrten zu verabreden und sich zum Beispiel auf einer Mitfahrerbank zu treffen.

Um das Projekt zeitnah umsetzen zu können, bittet die KISS alle saarländischen Gemeinden, die Mitfahrerbänke aufgestellt haben, um Rückmeldung und Angabe der genauen Standorte. Das Projekt wird unterstützt vom saarländischen Ministerium für Soziales, Gesundheit Frauen und Familie.

Nähere Informationen: KISS, Stephanie Kratz, Tel. (0176) 34627664, mitfahrerbank@gmx.de oder Beate Ufer, Tel. (0681) 9602130, kontakt@selbsthilfe-saar.de.red./eck

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