24. /25.08.18: Fünfte Selbsthilfetage für seelische Gesundheit in Saarburg

Ein kleines Jubiläum: Am Freitag und Samstag, den 24./25. August 2018, finden im Soziokulturellen Zentrum MGH Alte Glockengießerei (Staden 130) in Saarburg die nunmehr 5. Kreativ-Selbsthilfetage RLP für seelische Gesundheit statt. Veranstalter Selbsthilfe SeelenWorte RLP lädt die Interessierten wieder herzlich ein. SeelenWorte ist als regional und überregional vernetzte Selbsthilfe Mitglied im Bündnis für Familie und im Bundesverband BPE e.V.  Die Teilnehmer und Besucher erwarten zwei neu intensive Tage für Wissenserweiterung und Erfahrungsaustausch, mit am Selbsthilfeansatz orientierten Kleingruppenseminaren und ReferentInnen mit Fach- und Betroffenenkompetenz. Der zusätzlich eingerichtete Offene Info- und Literaturstand „Seelische Gesundheit und Kreativität“ ist ein weiteres Angebot. Hier gibt es Auskünfte, Selbsthilfezeitungen, Fachbücher oder CDs, etwas Outsider Art und Künstlerisches, sowie viele kostenlose Infomaterialien zum Mitnehmen.

 

Freitagvormittag heißt es mit Bildhauerin Cathleen Kelkel (Saarlouis) zum Stichwort ‚Harmonie‘: „Formen schaffen – hilft!“. Jeder meißelt (s)einen Ytong-Stein. 12.30 Uhr gibt’s mit Patric Ludwig (Saarburg) & Thomas Simmer (Holzerath) eine musikalische Einlage (Gitarren/Vocal) unter dem Titel „E besje“. Das Duo spielt Songs & Texte aus eigener Feder. Am Nachmittag steht das Infoseminar mit geführter Wanderung „Naturwandern meditativ – hilft!“, geleitet von Liane Schuler-Lauer (Überherrn, BUND-Erfahrene) an. Gangolf Peitz (Saarbrücken) vom Büro für Kultur- und Sozialarbeit Saar gestaltet mit dem Praxiskurs „Gedichte schreiben – hilft!“ nach poesietherapeutischem Selbsthilfeansatz den Samstagvormittag. Das Hilfreiche auch von leichtem Sport vermittelt Reha-Trainerin Petra Schöneberg (Saarwellingen) schließlich am Samstagnachmittag mit „Fit dank leichter Gymnastik!“. Die Pausen und der Offene Infostand (an beiden Tagen von 11.00 bis 16.00 Uhr im Flur vor dem Café Urban) bieten Raum für die persönliche Begegnung und Informierung.

 

Kontakt: sh_seelenworte-rlp@email.de und Tel. 0178 2831417, worüber auch Projektkoordinator Hr. Gangolf Peitz erreichbar ist. Der detaillierte Veranstaltungsflyer liegt in Saarburg und Trier aus und ist im Netz auf den Seiten von www.art-transmitter.de herunterladbar. Die gesundheitsbezogenen Selbsthilfetage werden gefördert und empfohlen von AOK Rheinland-Pfalz, DAK Gesundheit, IKK Südwest und Knappschaft.

 

Selbsthilfepreis für die SternenEltern

Betroffene Eltern haben einen Gesprächskreis initiiert, später einen Verein gegründet, um sich nach Verlust eines Kindes gegenseitig zu helfen. Dafür gab es jetzt den neuen Selbsthilfepreis. Von Carolin Merkel, Saarbrücker Zeitung

Große Freude herrschte am Samstagnachmittag bei Sandra Kern und ihren Mitstreitern vom Verein SternenEltern e.V. Saarland in Saarbrücken. Dort wurde der Verein als Preisträger des von den gesetzlichen Krankenkassen im Saarland initiierten Auszeichnung „Erster saarländischer Selbsthilfepreis“ ausgewählt und durfte sich über ein Preisgeld von 1000 Euro freuen.

„Wir sind unglaublich dankbar für die Aufmerksamkeit und Anerkennung unserer Arbeit, die nur ermöglicht wird durch das große Engagement aller helfenden Hände“, erklärt die Vorsitzende Kern. Gemeinsam mit einigen, zumeist selbst betroffenen Eltern, hat sie im Dezember 2017 den ersten Gesprächskreis initiiert, im Januar schließlich den Verein SternenEltern mit Sitz in Schwarzenholz gegründet. „Wir wollen die Situation in den Krankenhäusern verbessern, das Thema aus der Tabuzone holen“, erklärt sie in einem Gespräch die Intention des Vereins.

Kein Tabu mehr aus dem Verlust eines Kindes vor oder kurz nach der Geburt machen, dazu hat sich Kern ganz bewusst die MuKiBude, Zentrum für Mutter und Kind in Schwalbach als Treffpunkt für die gut besuchten Gesprächskreise ausgesucht. Dort, wo Schwangere und junge Mütter betreut werden, dort soll auch das Thema Fehl- oder Totgeburt nicht verschwiegen werden. „Das gehört zum Leben dazu. Wir haben keinen Moment überlegt, ob das Angebot eines Gesprächskreises für die SternenEltern in unser Konzept passt“, erklärt Melanie Lassotta vom Team der MuKiBude.

Sandra Kern (links) und Rebecca Körner vom SternenEltern-Verein. 

Sandra Kern betont, dass auch Mütter, die ihr Kind während der Schwangerschaft verloren haben, einen Anspruch auf eine Rückbildung haben, doch das würde kaum kommuniziert, ebenso stehe jeder Frau eine Hebamme zu. Auch der Umgang mit einem Kind, das tot geboren wird oder kurz nach der Geburt stirbt, sei nach wie vor schwierig in den Krankenhäusern. Hier sehen die Akteure des Vereins eine ihrer wichtigsten Aufgaben. „Wir haben ein Notfallteam, mit dem wir saarlandweit in die Krankenhäuser kommen und Erinnerungen für die Eltern sammeln“, erklärt Rebecca Körner. Die Eltern, erklärt sie, seien in der Situation meistens überfordert, „sie denken an alles, nur nicht daran, Erinnerungen aufzubewahren. Doch wenn man diesen Moment verpasst, dann ist es zu spät“, sagt sie.

Vieles ist beim Notfallteam möglich: Angefangen über Fotos bis hin zu 3D-Abdrücken von Händen und Füßen, wird eine Möglichkeit geschaffen, den Eltern Erinnerungen an ihr Kind zu bewahren. „Wir haben einen Kreativkreis, hier werden Armbänder gebastelt, die Mutter und Kind, aber auch Geschwister miteinander verbinden. Wir nähen Bekleidung und Decken, um eine würdige Bestattung zu ermöglichen“, erzählt sie.

Eine Bestattungspflicht besteht bei einem Gewicht ab 500 Gramm. „Doch wir werden schon ab der zwölften Schwangerschaftswoche aktiv“, betont Kern. Um von den SternenEltern in der schwierigen Lebenssituation unterstützt zu werden, genügt ein Klick auf den Notfall-Button auf der informativen Homepage des Vereins. „Wir appellieren auch an die Großeltern und Freunde, wenn die Eltern in diesem Moment überfordert sind, können auch sie Kontakt zu uns aufnehmen“, sagt Kern.

Bisher ist das Notfallteam, das aus zwölf Frauen besteht, seit der Gründung zu sieben Fällen gerufen worden. Der Verein zählt rund 30 Mitglieder, Kern wünscht sich mehr Unterstützung, auch bei der Vorstandsarbeit. Neben dem Notfallteam bietet SternenEltern auch Gesprächskreise an. „Man braucht oft nicht weit zu gehen und kennt jemanden, der ein Kind durch Früh- oder Fehlgeburt verloren hat. Das wird auch heute noch tabuisiert“, sagt sie. Zudem arbeitet SternenEltern mit dem Verein „Partnerschaft am Friedhof“ zusammen. Hier haben sich Bestatter zusammengeschlossen und einen Sternengarten angelegt.

Große Besucher-Resonanz beim zweiten Selbsthilfetag im Saarland

Am Wochenende konnten sich mehr als 20 Selbsthilfegruppen, die sich beim zweiten Selbsthilfetag im Saarland präsentierten,  über zahlreiche Besucher an ihren Infoständen freuen. Bei der Veranstaltung wurde zum ersten Mal der Saarländische Selbsthilfepreis verliehen. Mit dem Preis werden Selbsthilfegruppen geehrt, die sich durch ein herausragendes Engagement in der Selbsthilfeargeit auszeichnen. Die Jury entschied sich für die SternenEltern Saarland e.V.  Mehr Informationen zu den Sterneneltern unter sternenelternsaarland.de

Der Selbsthilfepreis 2018 ging an die „Sterneneltern Saarland e.V.“

Schirmherr Ministerpräsident Hans betonte, die Selbsthilfegruppen bildeten mit ihrer Arbeit einen wirklich wichtigen inklusiven Baustein, der für viele ein Schlüssel zu mehr Teilnahme und zu mehr Lebensqualität sei. Darüber hinaus seien sie aber auch Kommunikationsplattform und Begegnungsmöglichkeit, die einer Vereinzelung und oft auch einer Vereinsamung entgegenwirkten.
Die Selbsthilfegruppen im Saarland könnten stolz auf das sein, was sie bewegen. Ihnen gebühre Dank und Anerkennung hob der Ministerpräsident hervor.

Veranstaltet wurde der Selbsthilfetag von den gesetzlichen Krankenkassen im Saarland mit Unterstützung der Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe im Saarland
(KISS).

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Aktionstag „Homburg lebt gesund!“, am 8. September

Viele Erkrankungen lassen sich durch eine gesunde Ernährung und ausreichend Bewegung vermeiden. Auch daher ist die Stadt Homburg seit Juni 2011 beim landesweiten Programm „Das Saarland lebt gesund!“ zur Förderung von Gesundheit und Prävention mit dabei. Der große jährliche Aktionstag „Homburg lebt gesund!“ im September ist mittlerweile schon zu einer festen Institution geworden. Nach erfolgreichen Aktionstagen zur Kampagne „Homburg lebt gesund!“ in den vergangenen zwei Jahren, findet am Samstag, 8. September, von 10 bis 16 Uhr der dritte Aktionstag rund um das Thema „Gesundheit“ mit zahlreichen Mitmachaktionen sowie einem Bühnenprogramm statt. Die Verantwortlichen unter Leitung der Beigeordneten Christine Becker freuen sich, dass der Aktionstag immer größere Fortschritte macht – auch räumlich. So wird er dieses Mal vom Christian-Weber-Platz bis zum Ilmenauer Platz ausgedehnt, da sich sehr viele Anbieter angemeldet haben. Die Gäste können sich wieder auf ein buntes Programm an Mitmachaktionen für Jung und Alt freuen. Von „Mobilität für Senioren“ über verschiedenste Gesundheitsmessungen bis hin zu Spielangeboten für „Junioren“: Für jeden sollte etwas dabei sein. Auch verschiedene Entspannungs- und Bewegungsangebote sind geplant. Darüber hinaus können die eigene Fitness und Gesundheit getestet werden. Natürlich ist auch für das leibliche Wohl gesorgt.

Um Gesundheit erlebbar und die Bevölkerung auf Gesundheitsthemen aufmerksam zu machen, sind verschiedenste Institutionen, Organisationen und Dienstleister aus dem Gesundheitsbereich ebenso präsent wie Vereine oder Schulen. Individuelle Gesundheitsaktionen in der Innenstadt sowie Begleitaktionen in der Stadtbibliothek Homburg runden das Angebot rund um das kostbarste Gut ab.

Ein buntes Bühnenprogramm macht diese Veranstaltung zu einem Erlebnistag. So bringt die Feuerwehr wieder ihr Drehleiterfahrzeug mit – Fahrten darauf kann man sogar gewinnen. Mit vor Ort ist auch das Hörmobil der Fördergemeinschaft Gutes Hören. Geboten werden ein kostenloser Hörtest, Aufklärung und Beratung. Ein Infotisch der Stadtbibliothek mit einer Medienauswahl zum Thema „Gesundheit“ begleitet die Aktion. Der Büchertisch ist vom 3. bis zum 14. September in der Hauptstelle am historischen Marktplatz zu finden.

Weitere Angebote gibt es bei der Psychosoziale Projekte gGmbH (PSP). Sie lädt ein zu Kaffee und Kuchen in der Einrichtung der Tagespflege „Villa Kaiser“ in der Kaiserstraße 18. Die Pro-Seniore-Unternehmensgruppe bietet ein musikalisches Fitnessmenü für 6,50 Euro in der Residenz Hohenburg an und stellt das interne Fitnessprogramm vor. Hierzu wird um Anmeldung unter Telefon (0 68 41) 6 92-0 gebeten. Auch der Rock‘n’-Roll-Club Homburg und die Tanzsportabteilung Schloss Karlsberg können an diesem Tag im Saalbau besucht werden. Dabei ist auch die Teilnahme an einem kleinen Tanzworkshop um 10.30, 13 und um 14.30 Uhr möglich.

Zum weiteren Programm gehören: Lebendiges „Mensch ärgere dich nicht“, Linedance-Workshop, Body-Mass-Index (BMI) und Körperfettanteil-Bestimmung, Koordinations- und Stabilitätstrainings, Cardioscan Messungen, Massage und Whirlpool, „Rollatorfit“, Bauchkurse, „Spielmobil“ für Kinder, Infos zum Homburger Trinkwasser, kostenloser Fahrradcheck, Mobilität für Senioren, Testfahrten mit Dreirädern, Harnsäurebestimmung, Glucosebestimmung, Vitamin-D-Messung, „Mitmachstände“ für Kinder, Infostand Lotsen-Service für mobilitätseingeschränkte Menschen, Hindernisparcours für Rollstuhlfahrer, Infos über Qi Gong, Taiji und Wushu, Klangmassage und Kräuterraten. Auch die DRK-Rettungshundestaffel stellt sich vor.

Unterstützte Selbsthilfegruppe für Menschen mit beginnender Demenz am 20. August in Saarbrücken

Am 20. August trifft sich die Gruppe ab 18 Uhr in der Kontakt und Informationsstelle für Selbsthilfe im Saarland (KISS), Futterstraße 27 in Saarbrücken. Die monatlichen Treffen ermöglichen den Betroffenen sich auszutauschen, zu diskutieren, Fragen stellen und sich gegenseitig weiter zu helfen mit individuellen Vorschlägen und Tipps.
Unterstützt wird die Gruppe durch eine Mitarbeiterin der Kontaktstelle, um die Teilnehmer
in organisatorischen Belangen und in der Moderation zu entlasten.
Neue Teilnehmer sind immer herzlich willkommen.
Nähere Informationen erhalten sie bei KISS, Elisabeth Rentmeister, Tel.0176 45 83 91 20

Gemeinsames Mittagessen der Senioren in Münchwies am 22. August

Die Kontakt und Informationsstelle für Selbsthilfe im Saarland (KISS) lädt im Rahmen des
Programmes „Förderung des ehrenamtlichen Engagements im Sozialbereich im Saarland“,
wieder zum gemeinsamen Mittagessen für Senioren ein.
Am 22.August, ab 11:30 Uhr treffen sich die Senioren im Pfarrhaus in Münchwies,
um gemeinsam zu essen und zu plaudern.
Auf dem Speiseplan steht:
Hähnchenbrust mit Sommergemüse in leichter Sahnesauce mit Reis, Preis 7,50 Euro
Bon Verkauf bis Sonntag 19.8. immer nach der Messe in der Ortskirche
oder bei Fr. Rentmeister, Tel. 0176/ 45 83 91 20
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